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Entlang der Weschnitz ...

Die Weschnitz nahe des Lorscher Klosters "Altenmünster"
Die Weschnitz nahe des Lorscher Klosters "Altenmünster"

Die Weschnitz, ihr Name ist von einem keltischen Flussgott abgeleitet, ist einer der drei wichtigsten Flüsse, die den Odenwald entwässern (neben der Weschnitz, die nach W fließt, ist es die Gersprenz und die Mümling - Fließrichtung NO). Die Weschnitz entspringt in Hammelbach, einem Ortsteil von Grasellenbach. Die Quelle des etwa 60 km langen Flusses wurde 1952 in Stein gefasst. Eine Tafel erzählt von der unterschiedlichen Festlegung der Weschnitz-Quelle. In der ältesten Beurkundung (im Jahr 763) wurde der Fluss "Wisgoz" erwähnt. Dieser Name wandelte sich dann in den Jahrhunderten zur "Weschnitz".

Etwa bei Krumbach fließt die Weschnitz in ein mächtiges offenes Tal und gab dieser Landschaft auch den Namen: Weschnitztal. Viele Täler im Odenwald sind durch die abtragende Kraft der Flüsse entstanden. Nicht so dieses Weschnitztal. Vorgegeben durch die Hebung des alten ehemaligen Variszischen Gebirges formte die Verwitterung dieses mächtige Tal. Die abtragende Kraft des fließenden Wassers, also besonders der Bäche und Flüsse war vergleichsweise gering. Der Geologe nennt es deshalb die ”Weschnitzsenke”.

Die Besiedlung des Weschnitztales begann bereits in der Jungsteinzeit. Aber auch Funde aus der Altsteinzeit (sogenannte Streufunde) belegen, dass Menschengruppen immer wieder aus der Ebene in das Gebirge einwanderten. Kelten lebten zwischen 500 und 100 v. u. Z. im östlichen Rheinvorland. Nicht nachgewiesen ist, ob sie auch den Odenwald besiedelt haben. Dafür gibt es zahlreiche Funde für die Besiedlung durch germanische Stämme. Zur Zeit der römischen Herrschaft nimmt man an, dass die großen Täler, so vielleicht auch das Weschnitztal, als Nachschubwege für den Limes fungierten. Mit dem Sieg des Frankenkönigs Chlodwig 496 über die Alemannen wurde der Odenwald endgültig fränkisch. Der Odenwälder Dialekt ( das Ourewellerisch) ist an der Bergstraße ein rheinfränkischer Dialekt.

Steht man auf einem der Odenwaldberge und schaut ins Weschnitztal, so zeigt der weite Blick uns auch sehr schön, wie die Menschen ein Gebirge besiedelten. Die Häuser wurden im Tal an dem Fluss gebaut. Wuchsen die Siedlungen durch Zuzug neuer Menschen, baute man die neuen Gebäude in die Täler, auch in Seitentäler hinein. Später dann wurden selbst die Berghänge bebaut. Die ältesten Häuser findet man in der Regel deshalb immer im Bereich der Dorfmitte. So ein typisches Dorf in einem Gebirge nennt man “Waldhufendorf”. Und betrachtet man die Steine, aus denen die alten Gebäude errichtet wurden, so findet man fast immer als Baumaterial das Gestein der Umgebung vor. In der Weschnitzsenke ist dies der Granit. (siehe auch „Kleiner Exkursionsführer“)

Mit der Besiedlung des Weschnitztales begann auch die Zersiedelung. Heute zeigen viele kleine als Naturschutzgebiete ausgewiesene Landschaften, wie einst das Tal ausgesehen haben mag. Zu den großen Projekten gehört auch die Renaturalisierung der Weschnitz im Gebiet von Lorsch (Wattenheimer Brücke). So soll die Weschnitz in diesem Teil des Hessischen Rieds wieder zu einem Mäander werden. (Kosten 470.000 €)

 

- Siehe auch: NSG "Weschnitzinsel" -


Die Weschnitz verlässt bei Weinheim den Odenwald und mündet nahe des Atomkraftwerkes Biblis in den Rhein. Bereits um 350 hatten die Römer hier einen Burgus, ein Steinkastell zur Sicherung ihres Hafengeländes zwischen Rhein und Weschnitz errichtet (siehe auch Burg Stein - Zullenstein). Bevor die Römer in der 2. Hälfte des 3. Jh. den Flusslauf der Weschnitz veränderten und kanalisierten (Grund: verbesserter Transport für die behauenen Steine aus dem Odenwald zum Rhein), nutzte der Fluss das Bett des Ur-Neckars und mündete weiter nördlich in den Rhein. Nach dem großen Hochwasser 1956 errichtete man im Ried Hochdämme an der Weschnitz.

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Von der Quelle bis zu Mündung:


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